Testbericht: Jabra Halo BT-Stereoheadset

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Wohl jedes moderne Handy kommt heute nicht mehr ohne integrierten MP3-Player aus. Es ist ja auch durchaus praktisch nur noch ein Gerät für alle Zwecke dabei zu haben. Nur ist das mitgelieferte Headset meist alles andere als ideal. Entweder ist die Tonqualität nicht wie gewünscht oder die Kabel sind zu kurz, die Ohrhörer drücken, fallen raus. Möchte man eine vernünftige Klangqualität erreichen kommt man um richtig gute Kopfhörer von zum Beispiel Bose oder Sennheiser selten vorbei. Stören einen dann noch die In-Ear-Lösungen ist man schnell bei Kopfhörern aus dem Freestyler-Video von Boomfunk MC (kennt das noch einer?) angelangt. Telefonieren kann man mit diesen jedoch nicht. Gerade für Anzugträger wie mich ist das einfach nicht zufriedenstellend. Dann erzählte mir ein Kollege vom Jabra Halo. Ein Bluetooth-Headset mit Stereoklang. Um mich von dem Gerät und seinem Kaufpreis von ca. 70-80 EUR zu überzeugen, habe ich es mir eine Woche ausgeliehen und einem Test unterzogen. Als Mobiltelefon nutzte ich mein Apple iPhone 3G.

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Optik & Handhabung

Auf den ersten Blick wirkt das Halo sehr schick. Hier wurde offensichtlich sehr viel Wert auf Design gelegt. An der rechten Seite befindet sich eine Taste und ein Touch-Regler für die Lautstärke. Wo rechts ist, sieht man allerdings erst wenn man die Ohrmuscheln ein wenig herauszieht. Um das Headset einzuschalten wird es einfach auf beiden Seiten zusammengeklickt. 2 LEDs an der Innenseite symbolisieren Akkustatus und Bluetooth-Verbindung.

Der Verbindungsaufbau ist absolut einfach. Ein kurzer Blick ins minimalistisch gehaltene Handbuch sagt uns, dass es lediglich eines 4-Sekunden-Tastendruck auf die einzige vorhandene Taste bedarf um das Headset in den “Paarungsmodus” zu bringen. Auf dem iPhone wird ebenfalls Bluetooth eingeschaltet und nach Audiozubehör gesucht. Ein Druck auf das gefundene “Jabra Halo”, Password 0000 eingegeben, fertig. Von nun an finden sich beide Geräte automatisch.

Die Größe des Headsets lässt sich bequem regulieren. Für große Leute kann es aber durchaus nicht ausreichen. Die komplette Innenseite ist mit Schaumstoff besetzt, der das Halo sehr angenehm auf dem Kopf macht. Jedoch fehlt hier der Druck den normale Kopfhörer ausüben um nicht vom Kopf zu fallen. Zum Sporttreiben ist es eher nicht geeignet. Auch hat man beim normalen Tragen das Gefühl es sitzt nicht richtig oder fällt jeden Moment herunter. Wenn man sich da aber erstmal daran gewöhnt hat ist es in Ordnung. Trotzdem gibt es hier Abzüge, da Design offenbar wichtiger als Komfort ist.

Zum Ausschalten wird das Headset einfach wieder zusammengeklappt. Das schont den Akku und spart Platz beim Transport. Für die Jackentasche ist es leider immernoch ein wenig zu groß.

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Musikhören

Bei diesem Punkt sollte zunächst erwähnt werden, dass ich hauptsächlich Metal und Hard Rock höre. So finden sich auf meinem iPhone Alben von OOMPH!, Letzte Instanz, Lordi, The Darkness und ähnliches. Die Bässe kommen mit dem “Mehr Bässe”-Equalizer des iPhones vernünftig rüber, könnten aber kräftiger sein. Die Stimmen und Gitarren sind klar und gut zu hören. Allerdings hatte ich von Anfang an das Gefühl als würde sich irgendetwas überschreien. Vermutlich wird hier aber nur die Snare Drum zu deutlich hervorgehoben. Nach einer Weile merkt man aber auch das nicht mehr.

Die Akkulaufzeit des Headsets beim Musikhören ist laut Jabra mit 8 Stunden angegeben. Über 3 Tage verteilt war das auch problemlos möglich. Allerdings kam es gegen Ende der Akkukapazität öfters zu Aussetzern. Diese gab es auch wenn sich das iPhone in der Hosentasche befand. In der Innentasche der Jacke allerdings gab es keine Probleme.

Die Lautstärkeregelung sollte dringend überarbeitet werden. Zunächst funktionierte die Lautstärkeregelung des iPhone nicht, was aber nicht weiter störend ist. Vielmehr ist es das Touchfeld am Headset was hier Punkte kostet. Man legt den Finger auf das Touchfeld und schiebt ihn dann nach oben oder unten. Dabei erreicht man aber auf Anhieb nie wirklich die Lautstärke die man haben will. Nerviger ist jedoch, dass bei jeder Lautstärkeveränderung ein Piepton diese anzeigt. Schiebe ich nun also meinen Finger nach oben um die Lautstärke um 5 Stufen zu erhöhen, höre ich 5 Pieptöne nacheinander. Zwischen den Piepsen schaltet sich jedoch die Musik wieder ein, was ziemlich unkontrolliert klingt. Wirklich störend. Auch kann man über diesen Regler die Lautstärke nicht auf 0 bringen. Über die Taste des Halo kann man den aktuellen Song pausieren oder fortführen. Das klappte, wenn auch mit Verzögerung, problemlos. Angeblich kann man über einen Druck auf das + oder – der Lautstärkeregelung vor- und zurückspringen, jedoch funktionierte das mit dem iPhone 3G nicht. Beim 3GS soll das Problem jedoch nicht auftreten.

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Telefonieren

Das Jabra Halo bietet ebenfalls die Möglichkeit zu telefonieren. Ein Anruf wird hierbei durch einen recht leisen Klingelton (nicht der des iPhone) signalisiert. Ein Druck auf die Taste an der rechten Seite und das Gespräch ist angenommen. Die Qualität der Audioausgabe ist wirklich brauchbar. Der Teilnehmer ist klar und deutlich hörbar. Auch mein Gegenüber meinte er kann keine Qualitätseinbußen im Vergleich zum normalen Telefonat feststellen. Aufgelegt wird mit einem erneuten Druck auf die Taste des Headsets.

Zubehör

Der Lieferumfang ist für ein Headset doch recht groß. Neben der Bedienungnsanleitung in 7 Sprachen, die aber nicht viel mehr als eine Abbildung mit der Beschreibung der einzelnen Teile des Halo und eine Anleitung zum Koppeln enthält, verfügt der Karton natürlich auch über ein Ladegerät.

Sollte unterwegs der Akku schlappmachen liefert Jabra ein Audiokabel mit 3,5mm Klingenstecker mit. Alle Kabel werden am Micro-USB-Anschluss des Headsets angeschlossen. Dieser ist an der Unterseite der rechten Ohrmuschel versteckt.

Ebenfalls sind eine CD und ein USB-Kabel zum Anschluss an den PC im Lieferumfang enthalten. Leider reichte die Zeit nicht aus um den Inhalt der CD zu betrachten. Das sehr kurze USB-Kabel dient wohl dem Aufladen am PC.

IMG_0492Fazit

Das Jabra Halo ist ein sehr ausgewogenes Bluetooh-Headset. Es besitzt ein paar Schwächen, ist aber dennoch durchaus zu empfehlen. Die Musik klingt vernünftig, die Bedienung ist gewöhnungsbedürftig aber funktioniert. An einem iPhone 3GS kann es seine Stärken ausspielen. Die lange Akkulaufzeit, das platzsparende Konzept, sowie die hervorragende Sprachqualität machen es zum guten Reisebegleiter. Für Bahnhfahrten und anderen Aktivitäten bei denen man sich wenig bewegt, sitzt es sehr angenehm auf dem Kopf, ist jedoch wenig für Sport geeignet. Beim Zubehör bleiben keine Wünsche offen. Der Preis wird sicherlich in den nächsten Monaten noch fallen und spätestens dann kann man getrost zugreifen.

    • Steff
    • Januar 10th, 2010

    Hallo !
    Habe mit dem JH ein Problem, von dem ich hoffe, es mit Eurer Hilfe lösen zu können. Gestern hörte ich mit dem JH ( wireless Stereo Headset ) im Netz Musik und alles war ok. Heute klappte dies leider nicht mehr und die Musik kam stattdessen aus den Lautsprechern meines Computers, anstatt aus dem JH ?!! Erst nachem ich in der Systemsteuerung – Bluetoothgeräte das JH ( Drahtlosgerät entfernen ) entfernt und anschliessend wieder erneut hinzugefügt habe, hat es funktioniert und die Musik kam wieder über das JH. Bin sicher, einen Fehler gemacht zu haben und der Vorgang des Anmeldens am Computer sicherlich nur EINMALIG erforderlich ist. Weiss aber leider nicht, was bei mir verkehrt läuft :-(( Könnt Ihr mir wohl bitte helfen und dabei eine Erklärung für Dummis geben ??? Auch im Netz konnte ich keine Antwort auf dieses “Problem” finden.
    Lieben Dank und viele Grüsse von Steff

  1. @Steff

    Hallo Steff,

    so direkt kann ich dir leider bei dem Problem auch nicht helfen. Der Punkt mit dem neuen Anmelden wäre auch mein Vorschlag gewesen. Ich habe ebenfalls nochmal das Netz durchstöbert, bin aber auch nicht fündig geworden.

    Jedoch scheint es ja jetzt zu funktionieren. Sollte der Fehler nochmal auftreten, wende dich am Besten an den Support von Jabra.

    Grüße,
    Martin

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