Mitarbeiter lassen eigene Gewerkschaft nicht gut aussehen

IMG_0018 Mit der ABF Hannover Messe haben wir uns schon recht weit aus dem Fenster gelehnt. Das war so toll, wir machen es heute einfach nochmal. Diesmal geht es um etwas, was mir erst per Frühstücksdiskussion interessantes aufstießen lies. Heute geht’s mal um die verquerte Welt von Gewerkschaften, Streiks und den eigenen Angestellten. Gerade während der Warnstreiks dieser Tage ein nettes ad absurdum.

Jedem dürfte über die Jahre der ein oder andere Streik in den Medien oder sogar vor eigener Tür (Stichwort: Öffentlicher Nah- und Fernverkehr) aufgefallen sein. Da steckt zumeist eine Gewerkschaft dahinter, also jene die die Rechte der Arbeitnehmer verteidigen und stärken sollen. Dazu gehört auch ein guter Lohn. Damit der Lohn zur Inflation ausgleichend “mitwächst”, setzen sich Gewerkschaften wie Ver.di oder in 2008 die beiden Gewerkschaften GDL und Transnet im Lokführer-Streik (für mich als Bahnfahrer war das ein Spass) für eine entsprechende Lohnerhöhung ein. Interessant sind dabei zumeist deren Forderungen. Da wird schon mal gerne von 13 Prozent (siehe Bahnstreik 2008) fantasiert oder wie jetzt auch beim Warnstreik im Öffentlichen Dienst mit interessanten 5 Prozent mit fordernder Hand um die eigene Nase herumgefuchtelt. Wenn man die Inflation in den letzten Jahren beobachtet, so sind diese Zahlen allesamt überzogen und unrealistisch, da sich die Inflation in den letzten Jahren zusammengenommen um die 4 Prozent bewegt hat, dadrin war sogar ein Jahr ein 0 Prozent Satz (2007). Was beim Bahnstreik damals nicht umsonst sogar mehr Sympathisanten für die Bahn als den Gewerkschaften einbrachte. Das ist aber alles noch ganz harmlos.
Mit den Warnstreiks im Öffentlichen Dienst hat es Ver.di ganz offiziell geschafft sich selbst lächerlich zu machen, denn nebenher drohen die eigenen Ver.di-Mitarbeiter mit Streik und was bekommen die als Erhöhung von Ver.di angeboten? Auch 5 Prozent? Denkste! Schlappe 1,5 Prozent will die Gewerkschaft, die zur selben Zeit 5 Prozent fordert, ihren eigenen Mitarbeitern anbieten. Da sage noch einer den Gewerkschaften ginge es um die eigenen Leute als um irgendwelche überzogenen Managergehälter der Gewerkschaftsbosse.

Quellen: tagesschau.de und spiegel.de

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