Vom G4 zum i5
Nach 5 Jahren hieß es nun für mich von meinem alten PowerBook G4 Abschied nehmen, der Wechsel war lange überfällig, denn ohne Intel Prozessor hat man es schwer die neusten Programme zu installieren da diese nur für das neue Mac OS 10.6 geschrieben werden und nur mit den Intel Systemen kompatibel ist. Der Wechsel war also dringend notwendig, die Wahl fiel auf ein MacBook Pro 15,4 Zoll mit 2,53 GHz Intel Core i5 einer 500 GB (7200rpm), außerdem entschied ich mich beim Display für das bessere Hi-Res Antiglare Widescreen Display, da dies doch einige Vorteile bietet. Wer möchte kann auch noch die Standart Festplatte gegen eine SSD tauschen aufgrund des aber immer noch sehr hohen Preises (512 GB kosten 1.170€) habe ich mich dann doch dagegen entschieden.
Zum MacBook Pro:
In Sachen Verarbeitung und Stabilität hat Apple mit Einführung des Unibody-Gehäuse einen großen Schritt nach vorne gemacht, das Unibody-Gehäuse ist in der neuesten Generation unverändert geblieben. Das schlichte und zeitlose Design überzeugt auch noch nach über einem Jahr. Von einigen wird jedoch die scharfe Gehäusevorderkante kritisiert die nach einiger Zeit unangenehm in den Unterarm einschneiden kann, dies störte mich bisher jedoch noch nicht.
Der Mac-Safe Stecker ist ja schon länger Standard bei der MacBook Pro Reihe, neu ist der aus dem weißen MacBook und MacBook Air bekannte silberne Mag-Safe Stecker. Er passt optisch deutlich besser zum Alugehäuse und leitet das nun gummierte Kabel direkt nach hinten weg. Aufgrund des höheren maximalen Stromverbrauchs des auch erhältlichen Core i7 Prozessors wurde ein größeres 85 Watt Netzteil eingesetzt. Durch den minimal stärkeren Akku (77,5 Wh vorher 73 Wh) wurde das MacBook Pro 15 einige Gramm schwerer als das Vorgängermodell. Es bleibt jedoch das leichteste und dünnste Notebook in dieser Bildschirmgröße- / Performance-Klasse.
Wie schon früher bei den MacBook´s üblich spart Apple bei den physischen Ports leider stark. Lediglich 2 USB Ports sind für ein 15″ Notebook etwas knapp bemessen. Bildschirme ohne den neuen Displayportanschluss müssen mit den teuren optionalen Adaptern betrieben werden. Statt dem schnellen e-SATA für externe Festplatten, setzt Apple weiterhin auf das eher seltene FireWire 800 Interface für langjährige Apple User ist das kein Problem jedoch werden Switcher diesen Anschluss wohl eher selten nutzen.
Alle Anschlüsse befinden sich bei den aktuellen MacBook Pro Modellen nun auf der linken Seite. Das ist generell auch kein Problem und ganz praktisch gedacht, jedoch sind die Anschlüsse so knapp aneinander angeordnet dass dicke Memory Sticks oder Display Port Adapter die angrenzenden Ports überdecken könnten und damit unbenutzbar machen.
Bei den drahtlosen Schnittstellen hat Apple nicht gespart. Im MacBook Pro wurde die Broadcom BCM943224PCIEBT Half-Minicard für Bluetooth 3.0 und fürs WLAN Dual-Band 802.11n verbaut. Auf der Vorderseite hat Apple immer noch den Infrarot Empfänger (unidirektional) für die optionale Mac Remote integriert.
Das Keyboard wurde von Apple nicht geändert und entspricht damit auch den derzeitigen Apple Desktop Tastaturen. Die einzelnen Tasten sitzen fest im Unibody-Gehäuse und bieten einen kurzen Hub mit eindeutig definiertem Druckpunkt. Der Anschlag ist angenehm leise und die Tastengröße ist bis auf die schmale Enter-Taste gut gelungen. Eine Besonderheit ist die integrierte stufenlose Tastenbeleuchtung, welche vom Helligkeitssensor geregelt werden kann und in dunkler Umgebung das Arbeiten deutlich erleichtert.
Das sehr große Touchpad verfügt über hervorragende Gleiteigenschaften, neu hinzugekommen ist das sogenannte “Inertial Scrolling”, wo man wie bei einem Schwungrad durch “anschieben” schnell in alle Richtungen scrollen kann. Dies funktioniert wie beim iPhone oder der Magic Mouse und bereits nach wenigen Sekunden möchte man den Komfort nicht mehr missen. Neben dem Scrollen mit zwei Fingern unterstützt das Multitouchpad auch weitere Gesten mit 3 und 4 Fingern für Drehen, Zoomen und weitere Betriebssystem Features, derzeit jedoch nur unter Mac OS X.
Die Diskussion über Glossy vs. Antiglare wird wohl nie verschwinden. Apple bietet neben dem Standard Display mit 1440×900 Pixel Auflösung und spiegelnder Glasplatte auch die Option einer 1650×1080 High-Res Version in Glossy oder Antiglare. Bei meinem Model habe ich mich für die Hi-Res Antiglare Version entschieden und der Aufpreis lohnt sich, das Display hat eine hervorragende Bildqualität, sehr gute Entspiegelung und deutlich mehr Platz auf dem Desktop. Die Sorge einiger, mit der höheren Auflösung auf fünfzehn Zoll Diagonale sei Apple in Bereichen angekommen, wo angesichts der Verkleinerung das mehr an Auflösung keinen rechten Mehrwert mehr bietet, kann ich nicht bestätigen und kann jeden nur raten zum Hi-Res Display zu greifen. Ein deutlicher Mehrgewinn an Platz auf dem Desktop und eine hervorwagende Auflösung und schärfe dürfte den Aufpreis durchaus wert sein. Die Helligkeit des Displays wir mit maximal 320 cd/m2 angegeben und so wirkt das Display auch sehr Hell, dies war auch subjektiv durch “knackige Farben” und tiefe Schwarztöne sichtbar. Der integrierte Helligkeitssensor regelt die Displayhelligkeit automatisch herunter.
Das MacBook Pro ist schnell und leise, man muss lauschen, will man vom dezenten Rauschen des Lüfters etwas hören. Dadurch wird das MacBook Pro an der Unterseite aber deutlich mehr als handwarm, bis der Lüfter anspringt danach kühlt es sich indessen angenehm leise ab. Erfreulich still gehen auch Festplattenzugriffe und Kühlung vonstatten.
Leistungstechnisch überzeugt der i5 vollkommen, die standardmäßigen 4GB RAM sowie die Grafik von NVIDIA tun ein Übriges. Selbst bei hohen Prozessorauslastungen reagiert das MacBook schnell, starten weitere Anwendungen problemlos und wechselt schnell zwischen den Programmen. Selbst bei gleichzeitigen Arbeiten mit mehreren leistungsintensiven Programme paralleles arbeiten mit Photoshop, InDesign, Illustrator, Firefox mit 15 Tabs brachten den nebenbei laufenden HD Trailer nicht ansatzweise zum Ruckeln und auch kein lautes Lüftergeräusch zutage.
Fazit
Das MacBook Pro ist eine solide Arbeitsmaschine in einem perfekt verarbeitetem Gehäuse, mit dem neuem MacBook Pro hat man ein leistungsfähiges System, das auch unter Volllast verlässlich arbeitet und eine beeindruckende Grafikleistung bietet. Gleichzeitig ist das 15″-Gerät immer noch vergleichsweise leicht und für den mobilen Einsatz geeignet.
Die Features, die das Gerät zum richtigen Überflieger machen, wie die höhere Auflösung oder SSD schlagen mit satten Aufpreisen zu Buche, und von der Blu-Ray-Aversion Apples muss man nicht weiter sprechen.
Später gibt es noch ein kleines Video vom Gerät, da aber derzeit youTube meine Videos nicht mag wird der Artikel dazu nochmal kommende Woche sein Update bekommen.

Sehr netter Artikel. Zwar kommt für mich Apple prinzipiell nicht in Frage, da ich die Preis / Leistung für zu schlecht bewerte und noch dazu keine Probleme mit Windows habe, doch würde ich mich für Apple näher interessieren, so hätte mir das hier als Entscheidungsgrundlage erheblich geholfen.
Kleiner Verbesserungsvorschlag: Next Gen Gallery würde es euch ermöglichen, die Bilder noch mal schöner einzubinden. Dass diese verlinkt sind und auf der neuen Seite lediglich das Bild in hoher Auflösung zu sehen ist, gefiel mir nun ehrlich gesagt gar nicht. Falls es dazu Fragen gibt, so helfe ich gerne weiter.
Next Gen Gallery ist mir bekannt und sollte eigentlich bei der nächsten Version der Seite dann kommen, da sich das ReDesign der Seite allerdings noch ein bisschen verzögern wird werde ich es demnächst schon mal hier einbauen.
Sehr ausführlicher Bericht. Klasse. Das mit den zu nah angeordneten USB-Ports fiel mir auch bereits auf. Abhilfe schafft hier eine USB-Verlängerung, die mit ihrem Stecker dünner ist als z.B. UMTS-Sticks.
Ich möchte noch anmerken, dass du vielleicht vor dem Veröffentlichen nochmal jemanden Probelesen lassen solltest, denn Ausdruck und Rechtschreibung sind mir mehrfach aufgefallen.
Grüße,
Martin