Zerreißprobe für die Wikipedia

wikipediaWas gehört in die Internet-Enzyklopädie Wikipedia, was nicht? Die Löschdebatte erhitzt die Gemüter. Die Wikipedia ist das wohl bekannteste Mitmachprojekt was es im Internet gibt und stehen wie kein anderes Projekt für das Web 2.0. Die Online-Enzyklopädie ist längst in der Gesellschaft etabliert wird in Tageszeitungen zitiert und rangiert unter den zehn am häufigsten besuchten Webseiten. Die Enzyklopädie lebt davon das Leute ohne jeglichen Gegenwert ihr wissen anderen zu Verfügung stellen, also Artikel Starten oder eben bestehende Artikel korrigieren oder vervollständigen, damit hier kein Vandalismus entsteht gib es Administratoren die Artikel sperren könne oder auch Artikel löschen sollten sie gegen grundsetzte der Wikipedia verstoßen oder nicht Relevant seien. Und genau das führte in letzter Zeit immer mehr zum einem Streit der als „Relevanz-Debatte” in die Geschichte des Webs eingehen wird und möglicherweise das Prinzip der sich selbst organisierenden Community infrage stellt.

Angefangen hat dieser Streit vor einigen Wochen, in der Wikipedia gab es eine Löschdebatte um den Eintrag des Vereins „Mogis – Missbrauchsopfer gegen Internetsperren”. Ein Administrator fand der Verein sei nicht relevant genug der Artikel wurde gelöscht. Dieser Vorgang ist eigentlich nichts Ungewöhnliches und gehört laut Wikipedia zur Sicherung der Qualität. Die Löschung des Mogis Artikel führte jedoch diesmal zu einer  Relevanz Diskosion die außerhalb  der Community auf Interesse stieß.  Netz-Autoren wie Pavel Mayer und Johnny Haeusler wurde auf den fall aufmerksam und machten das Problem einer größeren Internetgemeinschaft bekannt. Nach kurzer Zeit führte die Relevanzdebatte  zur Spaltung der Wikipedianer, was die Wikipedia dazu veranlasste die Community zu einer Podiumsdiskussion einzuladen.

Die Meinungen bei dem Treffen waren erwartungsgemäß verschieden einer der langjährigen Wikipedianer Kurt Jansson sprach sich für das beibehalten des bisherigen  Vorgehens aus.  „Relevanzkritierien sind ein Mittel, uns in der Community nur so viel Arbeit zu machen, wie wir gerade noch stemmen können”, sagte er. Natürlich gab es auch andere stimmen „Wir haben ja keinen Platzmangel”, sagte eine Wikipedianerin, die Professorin für Informatik ist.

Ander als bei den Suchmaschinen ohne die das Internet heute nicht mehr viel wert ist Treffen bei der Wikipedia die Wikipedianer die Entscheidung was wichtig ist und was nicht. Genau das macht die Wikipedia immer Subjektiver und menschlich und genau das finden immer mehr problematisch. Denn die Wikipedia wird für viele User zu menschlich. Die Stimmung in den Foren wird immer aggressiver und immer mehr Reden von einer Diktatur und Zensur  bei der Wikipedia.

Diszipliniert werden die 600 000 angemeldeten Nutzer von fast niemandem. Die Gemeinschaft organisiert sich selbst und realisiert damit einen großen Traum des Web 2.0: das Wissen der vielen zu bündeln und kostenfrei der Welt zur Verfügung zu stellen. Je mehr Leute sich beteiligen, desto erfolgreicher wird das Projekt. Doch wo so viele Menschen interagieren, braucht es Regeln, und davon gibt es in der Wikiwelt einerseits zu viele, andererseits zu wenige. Ein erster Regulierungsversuch war das Festlegen von Relevanzkriterien.  Diese Kriterien erstreckt sich gedrückt über 29 A4 Seiten und gliedern sich in zehn Kapitel, etwa zu Orten, Personen, Gegenständen und Institutionen.

Auf der Anderen Seite gibt es jedoch kaum Regeln. Gelöscht werden darf nur von den rund 300 ehrenamtlichen Administratoren, bei denen es sich häufig um altgediente Wikipedianer handelt. Die Administratoren werden gewählt, von den anderen Wikipedianern, die eine bestimmte Zeit lang angemeldet sind und schon öfter Artikel bearbeitet haben. Abgewählt werden konnten die Administratoren bislang nicht. Erst vor kurzem wurde ein Mechanismus eingeführt, der die Admins zwingt, sich unter bestimmten Bedingungen der Wiederwahl zu stellen. Diese uneingeschränkte Macht der Administratoren sehen viel Wikipedianer als kritisch den diese könnten machen was sie wollen. Und so wird es auch langsam zu einem Aufstand derer, die sich als Unterdrückte und Entrechtete sehen, die Autoren der gelöschten Artikel.

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